Slowenien

Warum ist Slowenien so wohlhabend? Die SinnlosReisenden finden eine überraschend einfache Erklärung.

Slowenien ist Mitglied von EU, NATO und der Eurozone. Obwohl nur zwei Millionen Menschen dort leben, hat sich die kleine Republik ziemlich schnell zum wohlhabendsten Land des ehemaligen Jugoslawien entwickelt. Erstaunlich, denn man kämpft hier immer noch gegen Drachen.

Um von Österreich nach Slowenien zu kommen, mussten wir zwei Hindernisse überwinden: den Karawankentunnel durchqueren und unter einem Regenbogen durchfahren.

Regenbogen
Hinter dem Regenbogen liegt Slowenien

Ljubljana hat ein Problem

Mitten durch die Hauptstadt Ljubljana fliesst ein kleines Flüsschen. Und offensichtlich geht es den Slowenen wirklich sehr gut, denn sie haben nicht nur eine Brücke gebaut, sondern gleich drei an der gleichen Stelle. Der Tourist wundert sich über diese Kuriosität, aber manche Menschen sind von der Wahlmöglichkeit überfordert und waten durch den Fluss.

Drei Brücken in Ljubljana
Die Qual der Wahl – Drei Brücken, ein Ziel
Skulptur in Ljubljana
„Ich hab doch gesagt, lass uns die Brücke nehmen!“

In der fahrradfreundlichen Altstadt findet man günstige Einkaufsmöglichkeiten, nette Restaurants und interessante Statuen.

Gestricktes Fahrrad
Selbstgestrickt
Spar Tresor
Was man beim Einkaufen spart, kann man nebenan im Tresor anlegen
Drache bewacht Toilette
Bewachte Toilette

Andere Städte haben Probleme mit Tauben, streunenden Hunden oder Ratten. Ljubljana hat offenbar ein Drachenproblem. Immer wieder werden Menschen angegriffen, mit teilweise gravierenden Folgen, wie diese Statue eindrucksvoll zeigt:

Skulptur mit Bisswunde
Drachenbisswunde

Blöd, Blöder, Bled

Die Ortschaft Bled wird als touristisches Kleinod angepriesen. Alles, was man hier machen kann, ist einmal um den Bleder See blöd herumspazieren. Nett, aber einen Bodenseeanrainer haut das nicht vom Hocker.

Burg von Bled
Die Burg von Bled
Bleder See
Bled am See
Verkehrsschild Slowenien Schule
Achtung, Schulschwänzer!

Die Schilder in Bled sollte man unbedingt genau lesen. Wir hatten nach der Rückkehr zum Parkplatz trotz Parkschein einen Strafzettel über 120 € an der Windschutzscheibe kleben. Nun ist mir klar, wie Slowenien so schnell so wohlhabend werden konnte. Und in diesem Fall ist eine EU-Mitgliedschaft kein Vorteil für den Reisenden, denn in der EU wird unbürokratisch Amtshilfe geleistet. F * Č K !

Autor: sinnlosreisen

Skurille Reiseerlebnisse zum Lachen

33 Kommentare zu „Slowenien“

  1. Was mich interessiert hast du die € 120.00 Strafgebuhren auch bezahlt? So weit ich weis ist das fuer Auslander nicht unbedingt zwingend. Wenn ich mit meinem deutschen Auto einen Strafzettel in Italien oder Malta bekommen hatte habe ich nie bezahlt. Seitdem ich ein Auto mit maltesischem Nummernschild habe bezahle ich auch keine Strafgebuhren in Deutschland. Da wuerde es mich interessieren ob Slowenien in Bezug auf Strafgebuhren ein Abkommen mit Deutschland hat. Die Gebuhren von € 120,00 sind alles andere als sozial. Mich wuerde es nicht wundern wenn nur Leute mit auslandischem Nummernschild beguenstigt wuerden.

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    1. Ich hatte ein bisschen recherchiert und es gibt wohl ein Amtshilfeabkommen. Und dann wird es richtig teuer. Auf dem Strafzettel waren 50% Rabatt ausgelobt, wenn man innerhalb einer Woche bezahlt. Also haben wir zähneknirschend 60€ berappt.

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      1. Das mit den 50% Rabatt ist eine tolle Idee.

        Und es ist tatsächlich so, dass innerhalb der EU zwischen allen Staaten Geldbußen auch in anderen EU-Staaten vollstreckt werden können.
        In Deutschland übernimmt diese Aufgabe das Bundesamt für Justiz: https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/OrdnungsgeldVollstreckung/GeldbussenGeldstrafenEU/GeldbussenGeldstrafenEU_node.html , weil Staat A natürlich nicht selbst im Staat B vollstrecken darf.
        Ob Staat A bei Staat B die Vollstreckung beantragt, ist natürlich Staat A überlassen. Er kann es auch sein lassen. Oder warten, bis das gleiche Auto wieder mal im Land A auftaucht, und dann das Auto pfänden.

        Ich bin jedenfalls heilfroh, kein Auto zu haben und nur selten eins zu nutzen.
        Okay, die Mobilität ist ein bisschen eingeschränkt, aber der Stress, wo man wann wie herum parken darf, das war mir immer zu viel. (Ich erinnere mich noch an Auto-Urlaube, wo ich jeden Morgen das Auto wegfahren oder umparken musste.)

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        1. In Thailand habe ich gerade gelernt, dass es eine Sonderfunktion gibt, mit der man den Wagen zwar abschließt, aber in N und ohne Handbremse. So kann der Nachbar bei Bedarf das Auto etwas verschieben. Gehört aber viel Vertrauen in die Mitmenschen dazu.

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          1. Das ist innovativ und zeugt von einer guten Nachbarschaft!

            Als ich auf Faial, einer der kleineren Azoren-Inseln war, wurden Autos gar nicht abgesperrt. Aber gut, von einer Insel kann man mit dem Auto halt auch nicht fliehen.

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          1. Solange das ohne Beschädigungen abgeht, spricht ja nichts dagegen, wenn jemand die Parklücken optimiert. Es sollte halt nicht über das eigene Viertel hinaus gehen. Sonst wird die Suche mühsam 😄.

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  2. Ach ja, Slowenien hat wirklich wunderschöne Ecken und auch Ljubljana fand ich sehr nett. Wir waren im September dort, da war anscheinend noch große Tourizeit. Am Bleder See hat es uns gar nicht gefallen, da können wir dir zustimmen. Schon eine nette Gegend, aber viel zu überteuert. Wir haben ein unglaublich teures Parkticket gekauft, nur damit wir einmal kurz runter zum See laufen konnten. Unglaublich..

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  3. Für die vielen Euros hat Slowenien auch tiefe, große Höhlen. Ähnlich der Schweiz, nur mehr Tropfstein und als Wächter zwar keine regelrechten Drachen, doch immerhin Olme. Bisher dachte ich auch, die leben halt vom Export ihrer Lippizaner. Aber was weiß denn ich…!

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      1. Das ist ein Problem: um so seltener und eigenartiger ein Tier ist, um so mehr wollen sich mit dem Exoten, hm, nun, schmücken. Es muß kein Paradiesvogel sein, auch ein Lurch tut es. Das einzige Glück – des anderen Pech – ist es für den Olm, dass alle Welt auf den Axolotl abfährt, sogar bei Polt mußte einer auftreten, wurde zertreten. Hoffentlich schrieben die beim Abgedrehten: „Hierbei kamen keine Tiere zu Schaden.“

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        1. So blöde das jetzt für den zertretenen Axolotl jetzt auch ist: Das ist ein aztekisches Ritual und für den Erhalt der fünften Welt zwingend erforderlich. Je größer die Füße des Trampeltiers, desto besser die Pulque-Ernte im südlichen Tulancingo.

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  4. Bemerkenswerterweise, aus welch unerfindlichem Grund auch immer, wurden neben der ursprünglichen Brücke gleichzeitig links und rechts je eine Fußgängerbrücke errichtet. Mittlerweile wurde die mittlere Brücke für den Autoverkehr gesperrt, sodass es nunmehr drei parallele Fußgängerbrücken hat – welche aber mitnichten parallel sind, sondern schräg zueinander verlaufen. Ganz schön schräg der Fall, eigentlich! *

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  5. Mir fiel, ganz im Nachhinein, noch auf und ein, dass es den Herrn aus der beschriebenen Ortschaft, oder auch dem See, bereits in den Tim und Struppi – Geschichten gibt. Tim holt Unicht über dem Bleder See, sondern über dem Roten Meer) mal eben eine De Havilland Mosquito nebst Piloten vom Himmel, welcher dann zum auch prompt beleidigten Käptn Haddock „Bled“ sagt. Es stellt sich dann heraus, dass er sich nur vorstellte.
    Jetzt die Frage: heißen die Leut‘ dort wirklich so? Es wird ja nicht nur den einen gegeben haben.

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  6. Ja, die Dreifach-Brücke, die Drachen und all die anderen Skulpturen waren natürlich ordentlich Wasser auf deine Spott-Mühlen. Gut so 😎! Denn so hast du uns Lesern wieder eine interessante und amüsante Lektüre beschert. Danke!

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  7. Du liebe Zeit, ich werde mich nie wieder über die deutschen Falschparkgebühren beschweren… Vielen Dank, dass du all die tollen Destinationen für uns unentgeltlich auf Herz und Nieren testest. So wissen deine Nachfolger, auf was (bledes) sie sich vor Ort aufstellen müssen 😉

    (…ja, ja, ich renne ja schon…)

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  8. Ganz in der Nähe der drei Brücken muss irgendwie die Bibliothek der Juristischen Fakultät sein. Lange vor dem EU-Beitritt war ich da mal und habe mich vor dem Treffen mit einem potentiellen slowenischen Geschäftspartner eines Mandanten in slowenisches Wirtschaftsrecht eingelesen.

    Ach, die gute alte Zeit, als man für Verhandlungen noch reisen musste.

    Weil der Geschäftspartner in Koper wohnte, konnte ich auch noch die Küste erkunden.

    Aus dem Geschäft ist dann langfristig nichts geworden, aber ich kann mich erinnern, dass ich sehr beeindruckt war von Slowenien. Das war schon Jahre vor dem EU-Beitritt voll auf EU-Niveau, zumindest soweit man das als neugieriger Reisender bewerten kann.

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