Gran Canaria – Teil 1

Ein Bericht über die beliebten Dünen und den unbeliebten Wind. Und über einen Ausflug in die Berge, der den Lebensversicherungen tiefe Sorgenfalten in die Stirn meißelt.

Die Dünen von Maspalomas

Um dem winterlichen Trübsal in Deutschland zu entfliehen, mieteten wir ein Appartement in Gran Canaria. Über die dunklen Seiten des Massentourismus hatte ich schon einen eigenen Beitrag veröffentlicht. Aber es gibt hier auch wirklich beeindruckende Ecken, die das Herz des Naturliebhabers höher schlagen lassen. Beispielsweise die endlosen Dünen von Maspalomas, die für einsame Strandwanderungen bekannt sind. Zu bekannt, leider.

Sanddünen von Maspalomas mit Fussspuren
Einsame Wanderungen in den Dünen von Maspalomas…
Sehr viele Wanderer am Strand von Maspalomas
…sind eher die Ausnahme

Die kanarische Tourismusbehörde traut ihren Gästen offenbar nicht viel Verstand zu. Überall stehen Schilder, die vor den allgegenwärtigen Gefahren warnen. Aber man kann es auch übertreiben mit der Fürsorge.

Schild schwimmen verboten in Steinwüste
Auf diesen Steinen ist schwimmen verboten. Nur für den Fall, dass Jemand auf die Idee kommen sollte…

Der Wind trieb an manchen Tagen den Sand horizontal über den Strand. Zum Glück haben die SinnlosReisenden genau für solche Gelegenheiten ein Windschutzzelt im Gepäck. Als der Wind noch zulegte, mussten wir das Zelt allerdings wieder abbauen, denn es drohte zerfetzt zu werden. Während im Hintergrund die Kite-Surfer ihren Spaß hatten, kämpfte ich den Kampf meines Lebens beim Zusammenlegen des Zeltes. Hier ist die Dokumentation:

Die Bergwelt von Gran Canaria

Wir machten uns mit einem beängstigend kleinen Mietwägelchen an die Erkundung der Insel. Die GC200 gilt als gefährlichste Straße von Gran Canaria. Und in der Tat gibt es an dieser Steilküste keine Kurven, sondern Ecken, die man nur mit ausgeschaltetem Radio umfahren sollte. Denn die Busse und Lastwagen bremsen nicht, sie hupen. Damit geben sie ihre Vorfahrt aufgrund größerer Masse bekannt.

Kurivige Bergstraße
Kurvige Straßen
Wilde Steilküste in Gran Canaria
Steile Küsten
Bergdorf mit Terrassen
Idyllische Bergdörfer

Als Beifahrer sollte man schwindelfrei sein oder eine Kotztüte griffbereit halten. Belohnt wird man mit herrlichen Aussichtspunkten, wie beispielsweise El Balcon. Ein wunderbarer Ort, um die Risikolebensversicherung des ungeliebten Ehepartners endlich in Kapital umzuwandeln.

Aussichtsplattform El Balcon Gran Canaria
El Balcon (der Witwenmacher)
Sinnlos Reisender beisst in ein Sandwich und findet einen Zahnstocher
Autsch! Wie kommt der Zahnstocher in mein Sandwich???

Auf Gran Canaria gibt es mehrere Hundert Höhlenwohnungen, die seit Tausenden von Jahren bewohnt sind. Einige davon kann man auch zur Übernachtung mieten.

Höhlenwohnung
Caveman – Wohnen in der Höhle Nr. 22
Höhle auf Gran Canaria
Auch der Urzeit-Höhlenbewohner legte Wert auf eine gute Aussicht
Zwei Höhlen la Fortalezza
Doppelzimmer für Einsiedler
Palmen in den Bergen
Gebirgspalmen

So, genug für heute. Im zweiten Teil berichte ich dann über kanarische Vulkane und eine afrikanische Prinzessin.

Autor: sinnlosreisen

Skurille Reiseerlebnisse zum Lachen

14 Kommentare zu „Gran Canaria – Teil 1“

  1. Die zertrampelten Dünen, der Massenauflauf am Strand (voller als auf dem Ku‘damm 😅), die sinnbefreiten Warnschilder – der Hammer! Und dennoch glaube ich dir, dass Gran Canaria wunderschöne Ecken für die geneigten Besucher bereithält. Den unbedingten Willen, zu überleben, sollte man angesichts der Straßen- und Verkehrsverhältnisse vielleicht nicht unbedingt aufrechterhalten. Aber ein bisschen Abenteuer muss ja schon sein, wenn man wie du sogar den ungleichen Kampf mit dem Zelt aufnimmt. Ich frage jetzt mal nicht, wer da David und wer Goliath war 😁 …

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  2. Die Insel schwankt irgendwie zwischen Schönheit und Massentourismus, kann es sein? Ich bin gespannt, was du weiter so berichtest, die Witwenmacher-Straße scheint eine willkommene Abwechslung zu sein 😉

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    1. Das hast du ganz richtig erkannt, voll krasse Gegensätze. An einer Ecke wimmeln die Besoffenen, aber richtig übel, nicht wie euer Georgien-Schnäppschen. Und im Landesinneren und im Norden der Insel ist es traumhaft schön.

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  3. Ein toller Bericht und ein dickes Kompliment für deine grandiosen Fotos von Maspalomas, so sollten meine auch aussehen (seufz). Vor unserer Reise war ich total gegen Gran Canaria, aber nach den vier Wochen bin ich nun Fan.

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